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Surówka z kapusty

Surówka z kapusty

Surówka z kapusty ist ein knackiger polnischer Krautsalat mit Karotte, der als kühle, säuerliche Beilage neben Braten und Kartoffeln auf den Tisch kommt.

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20 Min
Schritte1 / 3

Weißkohl und Karotte sehr fein hobeln oder schneiden, dann in einer Schüssel mit einem Teelöffel Salz kräftig durchkneten, bis Saft austritt. Zehn Minuten stehen lassen und die überschüssige Flüssigkeit abgießen.

Tipps: Dickere Streifen bleiben zäh, deshalb lohnt sich eine feine Hobelklinge oder ein scharfes Messer. Dieser Salat bleibt kalt und roh, ganz anders als die warm geschmorte Kapusta zasmażana oder die Gurken-Sahne-Variante Mizeria.

Zutaten

  • Weißkohl600 g
  • Karotte2 Stück
  • Essig oder Zitronensaft2 EL
  • Öl2 EL
  • Salz1 TL
  • Pfeffer1 Prise
  • Kümmel (optional)0.5 TL

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Mehr über dieses Gericht

Surówka z kapusty

Surówka z kapusty, knackig, säuerlich-frisch, als kühle Beilage zum Sonntagsbraten. Der Name Surówka kommt vom polnischen Wort surowy, roh, denn anders als eine Sałatka aus gekochtem Gemüse wird sie aus rohen, fein geschnittenen Zutaten zubereitet. Bei Surówka z kapusty ist das feingehobelter Weißkohl, oft mit Karotte, der mit etwas Salz eingerieben wird, bis Wasser austritt und der Kohl weicher, aber trotzdem knackig wird. Genau diese Salzmethode unterscheidet sie vom amerikanischen Coleslaw, dessen Name vom niederländischen koolsla stammt und der klassisch mit einer cremigen Mayonnaise-Sauce angemacht wird, während die polnische Version meist bei einer leichten Vinaigrette aus Öl und Essig bleibt. Auf dem Teller ist Surówka der kühle Ausgleich zu Braten, Kotelett und Kartoffeln, keine Gurken-Sahne-Beilage wie Mizeria und kein festlicher Mayo-Salat wie die Sałatka jarzynowa.

Einkaufen und kochen

Für Surówka z kapusty brauchst du festen Weißkohl ohne welke Blätter, am besten vom Wochenmarkt oder aus dem Gemüseregal, und eine Karotte für Farbe und Süße. Dazu Essig oder Zitronensaft, neutrales Öl, Salz, Pfeffer und optional eine Prise Zucker sowie Kümmel. Wer eine cremigere Version mag, greift zu Joghurt oder Schmand, wozu der Beitrag zu Śmietana und Schmand mehr erklärt. Aromatischeren Kümmel findest du oft im Polenladen, und bei fehlenden Zutaten hilft der Überblick zu Ersatzprodukten.

Kohl und Karotte müssen sehr fein geschnitten werden, weil dickere Streifen auch nach dem Salzen zäh bleiben. Das Salz zieht Wasser aus dem Kohl, wodurch der Salat weicher, aber trotzdem knackig wird, deshalb lohnt sich kurzes, kräftiges Durchkneten und anschließendes Abgießen der Flüssigkeit. Erst die Säure abschmecken, dann die Süße nachjustieren, damit der Salat nicht zu mild wird. Eine Sahne- oder Joghurtbindung sollte erst kurz vor dem Servieren dazukommen, sonst wässert sie den Salat aus. Das bleibt ein roher, kalt servierter Salat, keine warm geschmorte Kapusta zasmażana und keine Gurkenvariante wie Mizeria.

Surówka passt gut in den Alltag der Diaspora, weil Kohl und Karotte im Supermarkt verfügbar sind und das Hobeln nur etwa zehn Minuten dauert, während der Salat im Kühlschrank durchziehen kann. Kinder dürfen beim Hobeln helfen, solange die Klinge sicher geführt wird. Fehlt Kümmel oder ein bestimmter Essig, hilft der Beitrag zu Ersatzprodukten, gute Qualität findet sich oft im Polenladen.

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Am Tisch

Serviere die Surówka gut gekühlt neben Braten, Schnitzel oder Hühnchen, etwa neben Kurczak pieczony oder Kotlet schabowy. Wer stattdessen Gurke mit Sahne mag, findet das bei Mizeria, wer einen festlichen Mayo-Salat sucht, bei der Sałatka jarzynowa. Im Polenladen lassen sich fehlende Gewürze meist gut ergänzen.

Zu grob geschnittener Kohl bleibt auch nach dem Salzen zäh und unangenehm zu kauen. Zu viel Zucker macht aus dem Salat fast ein Dessert statt einer frischen Beilage. Wer die Surówka mit der Gurken-Sahne-Variante Mizeria oder dem Mayo-Salat Sałatka jarzynowa verwechselt, landet bei einem ganz anderen Geschmack. Und wer die Sahne zu früh unterhebt, bekommt am Ende einen wässrigen statt frischen Salat.

Nur mit Öl und Essig bleibt die Surówka leicht und säuerlich, mit Joghurt oder Schmand wird sie milder und cremiger, mit reichlich Kümmel bekommt sie eine herbere Note. Passende Nachbarn im Beilagenregal sind Mizeria, die Sałatka jarzynowa und die warme Kapusta zasmażana. Für den Menürahmen lohnt sich ein Blick auf Sonntagsessen.