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Zupa grzybowa

Zupa grzybowa

Klare polnische Pilzsuppe aus eingeweichten Trockenpilzen, die zur Wigilia und im Herbst auf den Tisch kommt, oft verfeinert mit Nudeln oder Kartoffeln.

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75 Min
Schritte1 / 4

Getrocknete Steinpilze (Borowiki) in warmem Wasser 20 bis 30 Minuten einweichen. Die Pilze herausnehmen, die Flüssigkeit durch ein feines Sieb oder ein Tuch abseihen und aufbewahren, die Pilze grob schneiden.

Tipps: Gute Trockenpilze findest du oft im Polenladen, wo die Qualität meist höher ist als in anonymen Supermarktmischungen. Diese Suppe hat mit der roten Barszcz aus Roter Bete oder mit der deftigen Flaki-Kuttelsuppe nichts zu tun.

Zutaten

  • Getrocknete Steinpilze (Borowiki)40 g
  • Zwiebel1 Stück
  • Karotte1 Stück
  • Butter oder Öl2 EL
  • Wasser / leichte Gemüsebrühe (zusätzlich zur Pilzflüssigkeit)1.2 l
  • Kleine Suppennudeln oder Kartoffelwürfel (optional)80 g
  • Lorbeer, Salz, Pfeffer, Dill1 nach Geschmack
  • Śmietana zum Servieren (optional, Alltag)2 EL

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Mehr über dieses Gericht

Zupa grzybowa

Zupa grzybowa, waldig und klar, mit dem Aroma von Trockenpilzen und Lorbeer, ein Gericht für Wigilia und für den Herbst. Zupa grzybowa gehört zu den zwölf traditionellen Gerichten der Wigilia, dem festlichen, fleischlosen Heiligabend-Essen. Ihre Wurzeln liegen in der bäuerlichen Küche, wo wild gesammelte Pilze eine der wenigen verlässlichen Eiweißquellen während der Fastenzeit waren. Das erste bekannte polnische Kochbuch, Stanisław Czernieckis „Compendium Ferculorum“ von 1682, beschreibt bereits sogenannte grzybowe polewki, die Vorläufer der heutigen Pilzsuppen. Getrocknet hielten die im Herbst gesammelten Steinpilze den ganzen Winter über, weshalb sie zum festen Bestandteil der Weihnachtsküche wurden, lange bevor wieder frisches Gemüse verfügbar war. Für viele ist der intensive, erdige Duft beim Einweichen der Geruch, der die Wigilia überhaupt erst einläutet. Klar getrennt bleibt die Suppe von der roten Barszcz, von der deftigen Flaki-Kuttelsuppe und von sauren Linien wie Ogórkowa; einen Überblick über die ganze Suppenfamilie gibt Polnische Suppen.

Einkaufen und kochen

Getrocknete Steinpilze sind der wichtigste Posten auf der Einkaufsliste, und gute Qualität lohnt sich mehr als eine große Menge. Im Polenladen findest du oft kräftigere Ware als in anonymen Supermarktmischungen. Zwiebel, Karotte, Lorbeer und Dill bekommst du überall, frische Champignons können den Fond ergänzen, ersetzen aber nicht den Geschmack der getrockneten Pilze. Fehlt eine bestimmte Sorte, hilft der Beitrag zu Ersatzprodukten weiter. Wer stattdessen Rote Bete oder Kutteln kochen möchte, findet das bei Barszcz oder Flaki.

Beim Einweichen setzt sich oft Sand am Boden der Schüssel ab, deshalb lohnt es sich, die Flüssigkeit durch ein feines Sieb oder ein Tuch zu gießen, statt sie direkt zu verwenden. Die Pilze kurz mitrösten, bevor der Fond dazukommt, bringt mehr Röstaroma in die Suppe. Danach sollte sie nur sanft köcheln, denn zu starkes Sprudeln trübt die Brühe und macht sie bitter. Nudeln oder Kartoffeln kommen erst spät dazu, damit sie nicht zerfallen. Für die Wigilia bleibt die Suppe meist klar, im Alltag darf ein Löffel temperierte Śmietana hinein, kalt in den heißen Topf gerührt würde sie sonst gerinnen.

In Deutschland ist diese Suppe oft der pragmatische Wigilia-Topf: Die Trockenpilze weichen schon am Vorabend ein, der Fond entsteht am nächsten Morgen, und am Heiligabend selbst muss nur noch erhitzt werden. Kinder dürfen die Pilze abwiegen und den Fond durchsieben, während der heiße Topf bei den Erwachsenen bleibt. Vor den Feiertagen lohnt sich ein früher Einkauf im Polenladen, denn die Regale mit guten Steinpilzen sind kurz vor Weihnachten oft leer. Den festlichen Rahmen für den ganzen Abend liefert der Wigilia-Speiseplan.

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Am Tisch

Am besten heiß in tiefen Tellern mit frischem Dill, an der Wigilia neben Pierogi und Fisch, eingebettet in den Wigilia-Speiseplan. Wer lieber Rote Bete möchte, bleibt bei Barszcz, wer eine deftige Suppe mit Majoran sucht, bei Flaki. Als Alltagsnachbar passt die mildere Zupa pomidorowa, einen Überblick über die ganze Familie gibt Polnische Suppen.

Wird die Einweichflüssigkeit nicht gefiltert, landet der Sand mit in der Suppe und stört jeden Löffel. Zu kurzes Einweichen lässt die Pilze zäh bleiben, selbst nach langem Köcheln. Wer die Śmietana kochend statt temperiert einrührt, riskiert eine geronnene Suppe. Und wer eigentlich eine Gerstensuppe wollte, sollte gleich bei Krupnik nachschauen, denn Zupa grzybowa bringt trotz ähnlicher Optik keine Graupen mit.

Frische Champignons ergänzen die getrockneten Pilze und machen die Suppe etwas milder im Geschmack. Statt Nudeln passen auch kleine Uszka-Teigtaschen hinein, ein Nachbar aus der gleichen Feiertagsküche. Cremig mit viel Śmietana bleibt eher der Alltagsvariante vorbehalten, an der Wigilia serviert man sie meist klar. Wer stattdessen Barszcz, Ogórkowa, Flaki oder Krupnik kochen möchte, findet dort die passenden Rezepte. Einkaufshilfen liefern der Polenladen und die Ersatzprodukte.