
Pyzy mit Fleisch
Pyzy mit Fleisch sind große, gefüllte Kartoffelklöße, aufwendiger als die einfachen, ungefüllten Kopytka und ein anderes Gericht als die gleichnamigen Hefeklöße aus Wielkopolska.
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Kartoffeln kochen, gut ausdampfen lassen, fein reiben oder pressen und mit Kartoffelstärke zu einer festen Masse verarbeiten.
Tipps: Die Masse muss wirklich fest zusammenhalten, zu weicher Teig reißt im Kochwasser auf und die Füllung schwimmt aus.
Zutaten
- Kartoffeln1000 g
- Kartoffelstärke80 g
- Hackfleisch400 g
- Zwiebel2 Stück
- Ei1 Stück
- Butter50 g
Alemniam
Mehr über dieses Gericht
Pyzy mit Fleisch
Pyzy mit Fleisch, groß, herzhaft gefüllt und ein echtes Sonntagsprojekt. Wer in Poznań oder der Region Wielkopolska nach Pyzy fragt, bekommt etwas völlig anderes serviert als anderswo in Polen: dort meint der Name lockere, ungefüllte Hefeklöße, die über einem mit Leinentuch bespannten Topf gedämpft werden, auch Pampuchy oder Kluchy na łachu genannt. In den meisten anderen Regionen Polens, und so auch hier, sind Pyzy dagegen große Kartoffelklöße mit einer herzhaften Fleischfüllung, die vom aufwendigen Formen her an die litauisch-polnischen Cepeliny und Kartacze erinnern, dort wird der Teig allerdings meist aus rohen, geriebenen statt gekochten Kartoffeln gemacht. Die gekochte Kartoffelmasse macht klassische Pyzy milder und etwas leichter zu verarbeiten als die festeren Cepeliny. Aufwendiger als die einfachen, ungefüllten Kopytka und deutlich herzhafter als die süßen Knedle ze śliwkami, sind Pyzy vor allem ein Gericht für Tage mit Zeit, klassisch am Sonntagsessen-Tisch.
Einkaufen und kochen
Mehlig kochende Kartoffeln, Kartoffelstärke und Hackfleisch sowie Zwiebel und Butter tragen Teig und Füllung. Chargen und Feinmahlen von eigenem Fleisch erklärt die Fleischwolf-Kaufberatung, wer größere Mengen vorbereitet, plant am besten gleich mit dem Freezer-Guide fürs Einfrieren einzelner Portionen.
Der Kartoffelteig muss fest genug sein, um die Fleischfüllung zuverlässig zu tragen, ohne beim Kochen zu reißen. Die Füllung sollte vollständig ausgekühlt sein, bevor sie in den Teig kommt, sonst erweicht sie ihn von innen. Forme gleichmäßige Kugeln, verschließe die Naht besonders sorgfältig mit angefeuchteten Fingern und koche sanft in leicht siedendem Wasser, denn zu wildes Kochen öffnet genau diese Nahtstelle als erstes.
In Deutschland sind Pyzy weniger bekannt als Pierogi, gerade deshalb eignen sie sich gut als Familienprojekt am Wochenende, bei dem Kinder die Kugeln formen und Erwachsene die Nahtstelle verschließen. Der Zeitaufwand passt gut in den Rhythmus des Sonntagsessens, wenn ohnehin ein ganzer Nachmittag für die Küche eingeplant ist.
Am Tisch
Serviere Pyzy klassisch mit reichlich Butterzwiebeln, ein bis zwei Stück pro Person reichen wegen der Füllung meist schon aus. Die Beilage-Schwester ohne Füllung und ohne den Zeitaufwand findest du bei Kopytka.
Zu weicher Teig hält die Füllung nicht und reißt im Wasser, zu nasse oder noch warme Füllung erweicht ihn zusätzlich von innen, und zu starkes, sprudelndes Kochen öffnet die Nahtstelle. Teste deshalb eine einzelne Pyza, bevor du die ganze Charge formst, und korrigiere Mehlmenge oder Kühlzeit der Füllung frühzeitig.
Mit Pilzfüllung entsteht eine vegetarische Version, mit Kopytka eine deutlich schnellere Alternative ohne Füllen und ohne den Aufwand der Nahtstelle. Würzen der Füllung hilft das Majeranek-Lexikon, wer größere Mengen für später vorbereitet, ordnet Chargen und Einfrieren mit dem Freezer-Guide. Wer die verwandte litauisch-polnische Technik mit rohem Kartoffelteig kennenlernen möchte, findet damit ein spürbar zäheres Gegenstück in Cepeliny und Kartacze.
Alemniam

