
Placki mit Apfel
Süße Kartoffelpuffer mit geriebenem Apfel, Zimt und Puderzucker, ein Nachmittagsgebäck ohne Hefeteig und damit deutlich schneller als die luftigen Racuchy.
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Reibe die Kartoffeln und drücke sie aus, schäle die Äpfel, entferne das Kerngehäuse und reibe sie grob.
Tipps: Wähle säuerliche Sorten wie Boskoop oder Elstar, sie halten beim Braten die Form besser als weiche, süße Äpfel.
Zutaten
- Kartoffeln600 g
- Äpfel2 Stück
- Ei1 Stück
- Mehl50 g
- Zimt1 TL
- Puderzucker40 g
Alemniam
Mehr über dieses Gericht
Placki mit Apfel
Placki mit Apfel, süß-salzig, knusprig, Nachmittagskaffee. Süße Placki mit Apfel sind kein Dessert im engeren Sinn, sondern eher ein Nachmittagsgericht oder ein leichtes Sonntagsfrühstück, das dieselbe Reib- und Brattechnik wie die herzhafte Kartoffelvariante nutzt. Kartoffel und Apfel werden zusammen gerieben, mit Zucker und Zimt gewürzt und in der Pfanne goldbraun gebraten. Der wichtigste Unterschied zu Racuchy liegt in der Teigführung, denn Racuchy basieren auf einem Hefeteig mit Apfelstücken und brauchen Gehzeit, während diese Placki-Variante komplett ohne Hefe funktioniert und in derselben Zeit fertig ist wie der klassische Kartoffelpuffer. Zimt kam über den Gewürzhandel schon im Mittelalter nach Polen und war lange ein teures Importgewürz, sodass süße, mit Zimt gewürzte Kartoffelgerichte wie diese Placki ursprünglich eher besonderen Anlässen vorbehalten waren, bevor sie mit sinkenden Gewürzpreisen zum Alltagsgebäck wurden.
Einkaufen und kochen
Mehligkochende Kartoffeln, säuerliche Äpfel wie Boskoop oder Elstar, etwas Zucker und Zimt tragen die ganze Masse. Der Placki-Guide unterscheidet sie klar von Racuchy, denn hier arbeitest du ganz ohne Hefe, nur mit geriebener Kartoffel und Apfel. Säuerliche Apfelsorten sind hier kein Zufall, sondern bewusste Wahl, weil sie beim Braten fester bleiben und nicht so schnell zu Brei zerfallen wie milde, süße Sorten.
Reibe die Äpfel nicht zu fein, sonst wird die Masse matschig statt griffig. Drücke das Wasser aus, aber warte damit nicht zu lange, sonst verfärbt sich der Apfel, und brate bei mittlerer Hitze, damit das Innere gleichzeitig mit der Kruste durchgart, dieselben Grundregeln beschreibt ausführlicher der Placki-Guide.
Beliebt bei Kindern und praktisch, wenn Äpfel aus dem deutschen Obstregal gerade günstig sind. Schneller als Racuchy, weil keine Gehzeit für einen Hefeteig nötig ist, hier entscheidet vor allem die richtige Pfannentemperatur. Im Herbst, wenn im Garten oder auf dem Wochenmarkt besonders viele Äpfel reifen, sind diese Placki oft die schnellste Möglichkeit, kleinere, nicht ganz makellose Äpfel trotzdem sinnvoll zu verarbeiten.
Am Tisch
Serviere die Apfelplacki warm mit Puderzucker, Apfelmus oder Sauerrahm. Manche Familien essen sie mit Zucker und Śmietana gleichzeitig, das bleibt aber reine Hausgewohnheit und keine feste Regel.
Zu viel Zucker in der Masse verbrennt leicht, eine zu heiße Pfanne bräunt die Außenseite zu früh, und zu dick geformte Placki bleiben innen roh. Mittlere Hitze und eine erste Testcharge lösen die meisten dieser Probleme. Auch zu spät ausgedrückte Apfelmasse macht die Placki wässrig, presse sie deshalb erst kurz vor dem Braten noch einmal leicht aus.
Racuchy sind mit Hefeteig deutlich fluffiger, der Placki-Guide erklärt den Unterschied genau. Wechsle zurück zu den herzhaften Kartoffelplacki, die klassisch neben Gulasz passen.
Alemniam

