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Ryba po grecku

Ryba po grecku

Gebratener Weißfisch unter einer würzig-süßen Gemüsesauce aus Karotte, Zwiebel und Tomate, kalt oder lauwarm serviert als Klassiker der Wigilia und des Buffets.

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80 Min
Schritte1 / 5

Weißfischfilets wie Kabeljau oder Seelachs trockentupfen, salzen und pfeffern. Leicht in Mehl wenden und in heißem Öl von beiden Seiten goldbraun braten, dann auf Küchenpapier abtropfen lassen und in eine flache Auflaufform legen.

Tipps: Diese Filet-Sauce-Version ist ein anderes Gericht als der ganze Ofenkarpfen im Rezept für Karp. Den Platz im Menü zeigt der Wigilia-Speiseplan.

Zutaten

  • Weißfischfilets (Kabeljau, Seelachs o. ä.)700 g
  • Karotten400 g
  • Petersilienwurzel oder Sellerie150 g
  • Zwiebeln2 Stück
  • Tomatenmark2 EL
  • Mehl zum Panieren4 EL
  • Öl zum Braten und Dünsten6 EL
  • Zitrone, Salz, Pfeffer, Prise Zucker1 nach Geschmack
  • Lorbeerblatt (optional)1 Stück

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Mehr über dieses Gericht

Ryba po grecku

Ryba po grecku, süß-säuerlich, gemüsig und meist kalt serviert, ein fester Programmpunkt bei Buffet und Wigilia. Ryba po grecku heißt übersetzt „Fisch nach griechischer Art“, hat aber trotz des Namens nichts mit der griechischen Küche zu tun. Niemand weiß genau, woher die Bezeichnung stammt. Die plausibelste Erklärung ist, dass gebratener Fisch unter einer bunten Gemüsesauce in den 1950er Jahren einfach als typisch mediterran empfunden wurde, vielleicht mit einer entfernten Anlehnung an das griechische Psari Plaki. Fest steht dagegen die praktische Seite: Das Gericht ist eine der klassischen Fastenspeisen der Wigilia, weil es ohne Fleisch auskommt, und wurde zur kommunistischen Zeit noch beliebter, als frischer Fisch von der Ostsee leichter zu bekommen war als gutes Fleisch. Die Sauce aus Karotte, Petersilienwurzel, Zwiebel und Tomatenmark macht aus einem einfachen Filet ein festliches, kalt servierbares Gericht, das sich schon einen Tag vorher vorbereiten lässt. Klar getrennt bleibt das vom ganzen Ofenkarpfen: Karp ist die Knochen- und Ofen-Fischlinie der Wigilia, hier arbeiten Filet und Gemüsesauce zusammen. Menürahmen und Timeline stehen im Wigilia-Speiseplan.

Einkaufen und kochen

Weißfischfilets holst du am besten frisch von der Fischtheke oder aus der Tiefkühltruhe, dazu Karotten, Zwiebeln und Tomatenmark aus dem normalen Supermarkt. Petersilienwurzel oder Sellerie findest du oft zuverlässiger im Polenladen, und falls eine der beiden fehlt, hilft mehr Karotte plus eine Selleriestange als ehrlicher Ersatz laut den Ersatzprodukten. Lorbeer und Gewürznelke kommen aus dem Gewürzregal. Einen ganzen Karpfen brauchst du für dieses Rezept nicht, das spart Grätenarbeit und hält den Fokus klar getrennt von Karp.

Der Fisch wird zuerst separat gebraten und beiseitegestellt, erst danach entsteht die Sauce in derselben Pfanne oder im Topf. Das Gemüse muss weich und süß werden, nicht braun und bitter, deshalb bei mittlerer statt hoher Hitze dünsten. Das Tomatenmark kurz mitkochen lässt seine Säure milder werden, und die Sauce sollte einkochen, bis sie den Löffel trägt, sonst wässert sie später den Teller. Die heiße Sauce kommt danach über den kalten Fisch, und genau diese Ziehzeit im Kühlschrank verbindet beide Elemente zu einem Gericht statt zu getrennten Zutaten auf einem Teller.

In Deutschland ist das oft die pragmatische Fischlinie an Wigilia: Statt einen ganzen Karpfen zu organisieren, reichen Filets aus der Tiefkühltruhe, und die Sauce lässt sich schon am Vortag kochen, während der Kühlschrank den Rest der Arbeit übernimmt. Kinder dürfen beim Raspeln des Gemüses helfen, heißes Öl bleibt Sache der Erwachsenen. Wer den Speiseplan insgesamt entlasten will, kombiniert dieses Gericht mit tiefgekühlten Pierogi und einer klaren Suppe, mehr dazu steht im Wigilia-Speiseplan.

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Am Tisch

Am besten kalt oder höchstens lauwarm direkt aus der Form, mit Zitronenscheiben und etwas Dill. Als Gang passt es nach dem Barszcz oder als Teil eines Buffets neben Śledź. Den Platz am Wigilia-Tisch zeigt der Wigilia-Speiseplan, während hier nur das Fischrezept selbst im Fokus steht. Im Kühlschrank hält sich das Gericht gut, und am zweiten Tag schmeckt es oft sogar runder.

Die häufigsten Fehler sind eine zu dünne, wässrige Sauce und Gemüse, das statt zu dünsten verbrennt und dadurch bitter wird. Manche verwechseln das Gericht mit dem ganzen Ofenkarpfen, aber Karp ist ein eigenständiges Rezept mit anderer Fischform und anderer Garmethode. Wird die Sauce zu kurz gezogen, schmeckt am Ende Fisch und Gemüse getrennt statt als ein Gericht, und zu viel Zucker überdeckt die natürliche Süße der Karotte, die eigentlich schon ausreicht.

Statt Petersilienwurzel funktioniert auch reiner Sellerie, und wer die Gewürznelke weglässt, bekommt eine mildere Version. Etwas edelsüßes Paprikapulver in der Sauce gibt eine leicht rötlichere Farbe und mehr Tiefe, ohne das Gericht scharf zu machen. Zum Aufwärmen reicht ein kurzes Erhitzen, ein erneutes Braten würde die Textur des Fisches zerstören. Als Nachbarn am Wigilia-Tisch passen Karp und Śledź, Einkaufshilfen liefern der Polenladen und die Ersatzprodukte.