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Kaczka pieczona

Kaczka pieczona

Polnische Ofenente mit Apfel und Majoran, ein festlicher Braten vom ganzen Vogel mit knuspriger Haut und saftigem Fleisch.

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155 Min
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Ente (ca. 2 bis 2,5 kg) innen und außen trocken tupfen und überschüssiges Fett an der Öffnung entfernen. Mit Salz, Pfeffer und Majoran einreiben, auch in der Bauchhöhle. Apfelviertel und optional etwas Zwiebel locker einfüllen und die Öffnung mit einem Zahnstocher oder Küchengarn schließen.

Tipps: Das ist die ganze oder halbe Ente aus dem Ofen, also ein anderes Gericht als der Schab pieczony oder die Golonka. Mehr zum Gewürz erklärt der Majeranek-Beitrag.

Zutaten

  • Ente (ganz, ca. 2–2,5 kg)2300 g
  • Äpfel (säuerlich)2 Stück
  • Zwiebel (optional, Füllung)1 Stück
  • Majoran getrocknet2 TL
  • Salz2 TL
  • Pfeffer1 TL
  • Wasser oder leichte Brühe (Form)200 ml

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Mehr über dieses Gericht

Kaczka pieczona

Kaczka pieczona, festlich und ofenwarm, mit knuspriger Haut, Apfelduft und Majoran, der ganze Vogel statt eines Schweinebratens. Kaczka pieczona teilt Salz, Majoran und Apfelfülle mit dem Vogel, der in Polen traditionell als der eigentliche Festbraten des Jahres gilt: der Gans zum Martinstag am 11. November, an dem die alte Legende von der schnatternden Gans erzählt wird, die den heiligen Martin verriet. Weil eine ganze Gans für den Sonntagstisch oft zu groß ist, übernimmt die kleinere Ente dieselbe Technik, außen und innen mit Salz, Pfeffer und Majoran eingerieben, mit säuerlichen Äpfeln gefüllt und so lange gebacken, bis die Haut knusprig und das Fleisch saftig bleibt. Historische Kochbücher wie das von Marja Ochorowicz-Monatowa aus den 1930er Jahren beschreiben genau dieses Vorgehen und empfehlen dazu Pyzy und Rotkohl, eine Kombination, die in Wielkopolska bis heute als klassische Beilage zur Ente gilt. Das ist weder der Schweinebraten Schab pieczony noch die geschmorte Haxe Golonka noch die knusprigen Żeberka pieczone, alle drei stammen von einem anderen Tier und brauchen eine andere Technik. Zum Gewürz mehr im Majeranek-Beitrag, zum Menürahmen im Sonntagsessen-Guide.

Einkaufen und kochen

Für die klassische Kaczka brauchst du eine ganze Ente, am besten frisch oder vollständig aufgetaut, dazu säuerliche Äpfel, Majoran, Salz und Pfeffer sowie etwas Wasser oder leichte Brühe für die Form. Ente und aromatischen Majoran findest du oft frischer und günstiger im Polenladen. Fehlt eine frische Ente, hilft eine ehrlich benannte Tiefkühlware, Hinweise dazu gibt der Beitrag zu Ersatzprodukten. Schweinenacken gehört nicht in diesen Topf, dafür gibt es den Schab pieczony, Haxe und Rippen bleiben bei Golonka und Żeberka.

Die Haut muss vor dem Würzen trocken sein, sonst wird sie im Ofen nicht knusprig, sondern bleibt zäh. Salz, Pfeffer und Majoran gehören auch in die Bauchhöhle, damit der Geschmack nicht nur außen bleibt, und die Apfelviertel dürfen locker liegen, damit heiße Luft zirkulieren kann. Die ersten 20 Minuten bei höherer Hitze bräunen die Haut an, danach sorgt die niedrigere Temperatur dafür, dass das Fleisch gleichmäßig durchzieht, ohne auszutrocknen. Regelmäßiges Begießen mit dem eigenen Bratensaft ersetzt zusätzliches Fett und macht die Haut gleichmäßig knusprig. Vor dem Tranchieren sollte die Ente kurz ruhen, damit sich der Saft verteilt und nicht sofort auf dem Brett landet, anders als bei der geschmorten Golonka, die im Topf statt im Ofen zart wird.

In der Diaspora ist die Ente oft der Vogel, den man sich für besondere Anlässe aufhebt, weil er seltener auf den Tisch kommt als ein schnelles Feierabend-Schnitzel. Kinder dürfen beim Füllen mit Apfel helfen, während der heiße Ofen und das Tranchieren bei den Erwachsenen bleiben. Ente und aromatischer Majoran aus dem Polenladen machen an der Kruste oft einen hörbaren Unterschied zur Supermarktware. Den kulturellen Rahmen für den Sonntag liefert weiterhin der Sonntagsessen-Guide, Nachbarbraten bleiben Schab und Golonka.

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Am Tisch

Serviere die tranchierte Ente mit ihrer knusprigen Haut heiß, klassisch mit Kartoffeln oder Pyzy und Rotkohl, wie es die Wielkopolska-Tradition vorsieht, den Menürahmen dafür liefert der Sonntagsessen-Guide. Den Bratensaft kannst du vor dem Servieren noch abschmecken und überschüssiges Fett abschöpfen. Verwechsle den Vogel nicht mit dem Schweinebraten Schab pieczony oder der Schmorhaxe Golonka, beide teilen sich zwar den Sonntagstisch, kommen aber von einem anderen Tier. Reste schmecken auch kalt, am nächsten Tag hältst du die Haut am besten getrennt vom Fleisch, damit sie beim Aufwärmen wieder knusprig wird.

Nasse Haut wird im Ofen nicht knusprig, deshalb lohnt sich gründliches Trockentupfen vor dem Würzen. Zu hohe Hitze über die gesamte Backzeit trocknet das Fleisch aus, während zu wenig Ruhezeit vor dem Tranchieren den Saft auf dem Brett statt im Fleisch landen lässt. Verwechsle die Ente außerdem nicht mit dem Schweinebraten Schab pieczony, der Schmorhaxe Golonka oder den knusprigen Żeberka, alle drei brauchen ein anderes Stück Fleisch und eine andere Technik.

Wer mehr Fruchtigkeit mag, füllt die Ente mit mehr Apfel oder ergänzt getrocknete Pflaumen, solange das ehrlich im Titel steht. Für kleinere Haushalte reicht auch eine halbe Ente, die etwas kürzer im Ofen bleibt. Als Nachbarn auf dem Festtagstisch passen der Schweinebraten Schab pieczony, die Schmorhaxe Golonka und die knusprigen Żeberka, zum Menü passt der Sonntagsessen-Guide, zum Gewürz der Majeranek-Beitrag und zum Einkauf der Polenladen.