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Faworki

Faworki

Faworki sind hauchdünne, frittierte Teigschlingen mit Puderzucker für Tłusty Czwartek, knuspriger und trockener als die weichen, mit Hefeteig gebackenen Pączki vom selben Tag.

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45 Min
Schritte1 / 5

Mehl, Eigelb, saure Sahne, Backpulver, Zucker und Wodka etwa 10 Minuten zu einem glatten, festen Teig verkneten.

Tipps: Der Wodka ist keine Geschmackszutat, sondern Technik, denn er verdunstet im heißen Öl schnell und der Teig nimmt dadurch weniger Fett auf.

Zutaten

  • Weizenmehl (Type 550)250 g
  • Eigelb5 Stück
  • Saure Sahne60 g
  • Backpulver5 g
  • Zucker20 g
  • Wodka10 g
  • Frittieröl1 l
  • Puderzucker80 g

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Mehr über dieses Gericht

Faworki

Faworki, hauchdünn, knusprig, puderzuckerweiß. Der Name Faworki kommt vom französischen Wort faveur und bezeichnete ursprünglich die seidenen Bändchen, die Damen ihren Rittern als Zeichen der Zuneigung schenkten, die geschlungene Form des Gebäcks erinnert genau daran. Je nach Region heißt dasselbe Gebäck anders, in Zentralpolen und rund um Warschau setzte sich der gebildete Name Faworki durch, im Süden und auf Schlesisch sagt man eher Chrust, wegen der brüchigen, an Reisig erinnernden Textur, im Westen und Norden, etwa auf den Kujawy, ist Chruściki gebräuchlich. Gebacken wird traditionell zur Zapusty, dem Karneval vor der Fastenzeit, dessen Name selbst vom italienischen carne vale, Fleisch, lebe wohl, abstammt. Auf dem Land in Schlesien gehörte das Gebäck früher zu den Neujahrsbesuchen, bei denen junge Frauen mit selbst gebackenem Chrust ihre Backkünste zeigten. Ähnliche Gebäcke gibt es europaweit, in Deutschland als Liebesschleifen oder Rädchenkuchen, in den USA als angel wings. Einer Legende zufolge entstand die charakteristische Form durch einen Zufall im Mittelalter, als ein unerfahrener Konditorlehrling einen langen Teigstreifen versehentlich ins heiße Fett warf und dabei die geschlungene Schleife entdeckte, die dem Gebäck seinen Namen gab. Der weiche, mit Marmelade gefüllte Nachbar vom selben Tag sind die Pączki, ein völlig anderer Hefeteig mit anderer Technik.

Einkaufen und kochen

Im deutschen Supermarkt findest du alles für den Teig: Weizenmehl, Eigelb, saure Sahne oder Schmand, Backpulver, Zucker, einen Schuss Wodka oder Rum, Frittieröl und Puderzucker. Den Feiertagskontext rund um Tłusty Czwartek erklärt der Guide, die reine Frittier-Technik vertieft Faworki-Technik.

Knete den Teig lange und rolle ihn hauchdünn aus, dickere Stellen bleiben sonst innen roh. Forme die Schlingen, indem du ein Ende durch den Mittelschnitt ziehst, und frittiere bei 170 bis 180 Grad in nicht zu vollem Öl. Lass die Schleifen gut abtropfen und bestäube sie noch warm, der Alkohol im Teig reduziert dabei zusätzlich die Ölaufnahme.

In Deutschland ist es oft leichter, Faworki selbst zu backen, als gute frische irgendwo zu kaufen. Ein Nachmittag und ein Topf heißes Öl reichen, und der Duft in der Wohnung erinnert viele sofort an die Küche der Großmutter.

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Am Tisch

Serviere die Faworki noch warm mit viel Puderzucker, zum Kaffee oder als Teil des Tłusty-Czwartek-Tellers neben Pączki.

Zu dicker Teig, zu kaltes Öl, ein überfüllter Topf und Puderzucker erst nach dem vollständigen Abkühlen machen Faworki ölig oder weich statt knusprig. Frittiere lieber in kleineren Portionen und bestäube sofort nach dem Abtropfen.

Zitronenschale im Teig gibt eine frische Note, wer nicht frittieren möchte, backt eine knusprigere, aber andere Variante im Ofen. Der kulturelle Rahmen bleibt Tłusty Czwartek, weich und gefüllt sind dagegen die Pączki.