
Fasolka po bretońsku
Fasolka po bretońsku ist ein deftiger Bohnentopf mit Wurst in würziger Tomatensoße, mit der Bretagne hat nur der Name zu tun, und mit der grünen Beilage Fasolka szparagowa hat sie außer dem ersten Wort nichts gemeinsam.
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Speck und Zwiebel in einem großen Topf anbraten, bis der Speck Farbe bekommt und die Zwiebel glasig wird.
Tipps: Gute Wurst und Speck findest du oft günstiger im Polenladen, welche Sorte wohin passt, erklärt der Guide zu Kiełbasa-Arten.
Zutaten
- Weiße Bohnen (Glas/Dose)500 g
- Polnische Wurst300 g
- Tomatenmark3 EL
- Speck100 g
- Majoran1 TL
Alemniam
Mehr über dieses Gericht
Fasolka po bretońsku
Fasolka po bretońsku, deftig, tomatenrot, ideal für hektische Wochentage. Mit der Bretagne hat Fasolka po bretońsku vermutlich nur den Namen gemeinsam. Im kulinarischen Wörterbuch von Alexandre Dumas aus dem Jahr 1873 taucht ein Rezept für haricots à la bretonne auf, es beschreibt aber grüne Bohnen in Buttersoße mit Zwiebel und Brühe, nicht den heutigen polnischen Topf mit Wurst und Tomate. Wahrscheinlicher stammt der Name aus der französischen Küchensprache selbst, in der à la bretonne Gerichte mit der weißen Bohnensorte coco de Paimpol aus der Bretagne bezeichnete, die dem polnischen Jaś optisch ähnelt. In Polen wird das Gericht schon in den 1920er-Jahren erwähnt, richtig populär wurde es aber erst in der PRL-Zeit in den staatlichen Milchbars, wo es günstig, sättigend und schnell zu kochen war. Je nach Region kam Kümmel wie in einer deutschen Gulaschsuppe dazu, das war in der Region Poznań üblich, oder Pilze und Paprika wie in einer Käferbohnensuppe in Kleinpolen. Mit der grünen Fasolka szparagowa, der warmen Bohnen-Beilage mit Butter, teilt der Topf nur den ersten Namensteil.
Einkaufen und kochen
Weiße Bohnen aus Glas oder Dose, Kiełbasa oder Krakauer, Tomatenmark, Speck und Majoran reichen für den Topf. Grundlagen findest du im deutschen Supermarkt, bessere Wurst und aromatischen Majoran gibt es oft im Polenladen, welche Wurst wohin passt, zeigt der Guide zu Kiełbasa-Arten. Mehr zu Einkauf und Würzen liefert der Fasolka-Guide.
Brate zuerst Speck und Zwiebel an, dann die Wurstscheiben, danach kommt kurz angeröstetes Tomatenmark dazu, erst zum Schluss die Bohnen. Lass alles offen einkochen, bis der Löffel darin stehen bleibt, Majoran gehört erst gegen Ende in den Topf, damit er frisch bleibt und nicht bitter wird.
Nach einem Einkauf im Polenladen reicht oft eine Wurst und ein Glas Bohnen, und der Abend ist gerettet, genau diese Einfachheit macht das Gericht in deutschen Wohnungen so beliebt. Für Kinder ist die milde Tomatensoße meist unproblematisch, schärfer würzt du am besten erst auf dem eigenen Teller.
Am Tisch
Serviere die Fasolka heiß mit kräftigem Brot, eine Gewürzgurke daneben schneidet die Tomatenwärme und macht den Teller vollständig, ohne dass extra Fleisch nötig wäre.
Bleibt der Topf zu wässrig, fehlt der Majoran oder landet die Wurst nur eingelegt statt angebraten, wirkt die Fasolka schnell flach. Röstaromen von Speck und Wurst tragen den Geschmack mehr als zusätzliches Tomatenmark. Verwechsle den Eintopf außerdem nicht mit Fasolka szparagowa, der ganz anderen, grünen Beilage.
Du kannst mit Chili schärfer kochen, mehr Gemüse einrühren oder den Speck weglassen. Bei der Wurstwahl helfen Kiełbasa-Arten und der Polenladen, die Tomaten-Bohnen-Basis bleibt dabei immer gleich.
Alemniam

